In the Studio James Lewis, Wien
Where to meet art, culture and creativity
Die VIENNA ART WEEK stellt zum 22. Mal Wiens vielfältige Kunstszene ins Scheinwerferlicht. Unter dem diesjährigen Motto „Navigating Angst“ widmet sich das Festival den Ängsten und Unsicherheiten unserer Zeit. Gemeinsam mit rund 70 Programmpartner:innen bietet es eine Woche lang inspirierende Kunst von der Gegenwart bis zum Barock – bei freiem Eintritt.
Die Ausstellung Spiral Economy im Museo Correr inszeniert einen Dialog zwischen Julian Charrière und Antonio Canova, in dem Gestein als poetisches und zeitzeugendes Material im Mittelpunkt steht. Sie lädt dazu ein, das Verhältnis von Mensch, Materie und Zeit zu überdenken, indem Stein als lebendiger Träger geologischer und planetarischer Geschichte erscheint.
Die aus dem Iran stammende Künstlerin Soli Kiani entwickelt ein Werk, das Stoff zugleich als formbildende Substanz und als Träger gesellschaftlicher Bedeutungen einsetzt. Themen wie Herkunft, Körperlichkeit und die Auseinandersetzung mit patriarchalen Strukturen verbinden sich in ihren Arbeiten mit einer eigenständigen, skulpturalen Sprache. Für die Dominikanerkirche Krems schafft sie eine Rauminstallation, in der textile Materialien als zentrales künstlerisches Mittel wirken.
Die Swab Barcelona findet vom 8. bis 11. Oktober im Victoria-Eugenia-Palast (auf dem Gelände der Fira Barcelona-Montjuic in Barcelona, Spanien) auf einer Fläche von mehr als 3.150 m² statt, wobei wiederverwendbare Materialien wie Holz zum Einsatz kommen, um den ökologischen Fußabdruck der Veranstaltung zu minimieren und Abfall zu reduzieren. Unter dem Leitmotiv der Sonnenfinsternis als Perspektivwechsel führt die internationale unabhängige Kunstplattform, auf der mehr als 180 Künstler:innen aus 22 verschiedenen Ländern vertreten sein werden, erstmals das OFF-SITE Programm ein und setzt sich für die Dezentralisierung der künstlerischen Praxis sowie die Stärkung gemeinschaftlicher Bindungen ein. Damit reagiert sie auf die Notwendigkeit, Ausstellungs- und Marktstrukturen angesichts der aktuellen klimatischen und gesellschaftspolitischen Krise zu überdenken.
Simon Dybbroe Møller, Berlin
Unabhängig davon, ob er mit Film, Skulptur, Installation oder dem geschriebenen Wort arbeitet, Simon Dybbroe Møllers Arbeit kommt immer wieder auf das fotografische Bild zurück. Der in Dänemark geborene und in Berlin lebende Künstler interessiert sich dafür, wie wir von den von uns geschaffenen Medien geprägt werden, und fragt sich, „wie es sich anfühlt, wenn Körper durch diese Welt taumeln oder stolpern“.
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