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Jonny Niesche »Aura Panels«

Editionen
Title Edition Jonny Niesche

Bedruckter Schleierstoff auf Acrylspiegelglas,
umrahmt mit goldenem Acrylspiegelglas
30 x 23 x 3 cm (11.8 x 9 x 1.2 Zoll)
Serie von 11 Unikaten

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All Side Edition Jonny Niesche
Duo Edition Jonny Niesche
Five Front Edition Jonny Niesche

Aura Panels, 2018

Jonny Niesches Aura Panels sind eine Studie der sensuellen Ästhetik und kosmetischen Gegenkultur des „Glam“. Eingefasst von Goldspiegel geht von ihnen eine ebenso glamouröse wie minimalistische Qualität aus, vage erinnernd an tiefe kühle Swimmingpools oder Sonnenuntergänge ohne Horizont.

Als kleiner Junge begleitete Niesche seine Mutter in den 80er Jahren des Öfteren in die Kosmetikabteilungen von Kaufhäusern. Seine damals gereifte Faszination für Pigmentfelder, Pudertiegel und Glitter, setzt sich in seinem heutigen Werk fort. In vielen seiner aktuellen Werke zollt er eine sensuelle Hommage an Idole der Glam Rock-Ära wie etwa Debbie Harry von Blondie oder David Bowie, indem er visuelle Details ihrer Erscheinung und ihres Make-Ups analysiert und diese in eigene Farbpaletten überführt, die ihm als Vorlage für bestimmte Arbeitszyklen dienen.

So begann Niesche 2017 Abbildungen von Bowies legendärem Albumcover Alladin Sane zu sammeln, auf dem Bowies Gesicht von einem markanten Blitz durchzogen ist, dessen Farbpixel er extrahierte. Daraus legte er eine Farbpalette fest, die er als Vorlage für die Werke in seiner Londoner Schau, Cracked Actor, verwendete, deren Titel übrigens auch einem David Bowie Song entliehen ist. Aura Panels setzt diese Analyse von Sensualität und Charisma dieses Werkzyklus fort.

Grundlegend für Niesches künstlerische Praxis ist die „performative“ Auseinandersetzung mit Oberflächen, Farben, räumlicher Tiefe und Bewegung, wie auch in der präsentierten Werkserie deutlich wird. Die Farbübergänge der Aura Panels sind auf Voile gedruckt, einen transparenten Stoff, der über eine Spiegelfläche gespannt wird, wodurch, je nach Betrachtungswinkel, unterschiedliche Farbschattierungen und -sättigungen entstehen. Frontal betrachtet, erlebt ein Betrachter einen ganz persönlichen „performativen Moment“, indem er oder sie eine holografische Reflektion der eigenen Person in Bild erkennt.

Aura Panel #1, 2018

Aura Panel #1, 2018

Aura Panel #2, 2018

Aura Panel #2, 2018

Aura Panel #3, 2018

Aura Panel #3, 2018

Aura Panel #4, 2018

Aura Panel #4, 2018

Aura Panel #5, 2018

Aura Panel #5, 2018

Aura Panel #6, 2018

Aura Panel #6, 2018

Aura Panel #7, 2018

Aura Panel #7, 2018

Aura Panel #8, 2018

Aura Panel #8, 2018

Aura Panel #9, 2018

Aura Panel #9, 2018

Aura Panel #10, 2018

Aura Panel #10, 2018

Aura Panel #11, 2018

Aura Panel #11, 2018

Jonny Niesche

Der australische Künstler Jonny Niesche (geb. 1972) lebt und arbeitet in Sydney. Ausgehend vom visuellen Referenzrahmen der Glam Rock-Ära und ihrer kosmetisch geprägten Gegenkultur, schafft Niesche Gemälde, Skulpturen und Installationen von erhabener Anmut, die sich intensiv mit der Wahrnehmung von Farbe, Oberfläche und Räumlichkeit auseinandersetzen. Mit Konstruktionen aus Stahl oder Spiegelglas und digitalen Druckprozessen auf transparenten Stoff löst der Künstler Erfahrungen aus, die teilweise psychosexueller, metaphysischer, oberflächlicher oder rhapsodischer Natur sind, und Betrachter in einem Moment “performativer Kontemplation” verweilen lassen.

Niesche erhielt seinen Master of Fine Arts am Sydney College of the Arts und studierte an der Akademie der bildenden Künste in der Klasse von Heimo Zobernig. 2015 erhielt er den Fauvette Loureiro Travelling Scholarship Preis. Seine Arbeit wurde in zahlreichen Einzelausstellungen gezeigt, unter anderem bei Peter von Kant in London, Zeller van Almsick in Wien, im New Jörg Kunstverein in Wien, und in der Sarah Cottier Gallery in Sydney. Niesche nahm unter anderem an Gruppenausstellungen im Artspace in Sydney, der National Gallery of Victoria in Melbourne und der Lundgren Gallery in Mallorca teil. Seine Werke sind ebenso in institutionellen Sammlungen wie in denen des Museum of Contemporary Art in Sydney, des Museum of Old and New Art in Hobart, und der National Gallery of Victoria in Melbourne, wie auch in Privatsammlungen in den USA, Europa, Asien und Australien vertreten.

Lesen Sie unser Ateliergespräch mit Jonny Niesche.

02 Jniesche

Photos: Jessica Maurer

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